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Serrada Escrima

Das Serrada Escrima ist eine traditionelle Kampfkunst. Es setzt sich aus den Techniken der einheimischen Kalista und dem spanischen Espada y Daga der Conquistadores aus dem 17. Jahrhundert zusammen. Das System basiert auf 12 Angriffswinkel und den dazugehörigen Kontertechniken. Traditionell lernt der Schüler zuerst die Prinzipien von Stand und Gleichgewicht. Anschließend widmet sich die Ausbildung den Grundpositionen und den dazugehörigen Angriffsschlägen.

Das Serrada Escrima ist eine komplette Kampfkunst. Es basiert zwar auf der Klinge (Espada y daga), deckt aber gleichermaßen den Stock-, Messer- und waffenlosen Kampf ab.

Der erste belegbare Name welcher mit dem Serrada Escrima in Verbindung gebracht werden kann, ist der legendäre Felicissimo Dizon. Dizon seinerseits gab das System an Angel Cabales weiter. Dieser eröffnete 1966 die erste, für alle Nationalitäten, Rassen und Religionen, offene Escrima-Schule in Stockton, California.

Markenzeichen des Serrada Escrima:

Individualität, Ökonomie der Bewegung, Präzision, Timing, eine hochentwickelte Körpermechanik, Schnelligkeit, Bewegungsfluss und explosive Kraftentfaltung sind die bestimmenden Markenzeichen dieser ausgeklügelten Kampfkunst.

Der Fluss/ Flow ist das Herz aller philippinischen Kampfkünste! Durch Flow-Übungen lernt der Schüler von einer Situation in die andere zu wechseln, ohne dabei wie in einer Sackgasse zu verharren. Er lernt sich Optionen freizuhalten (Prinzip des zirkulären Denkens), und die gelernten Prinzipien lassen sich auch auf das tägliche Leben übertragen.

Jede Bewegung des Serrada Escrima dient dazu den Gegner zu zerstören. Dizon und Cabales nahmen an einer Vielzahl von death-matches teil und konnten es sich nicht leiste zu spielen! Die Techniken des Serrada treffen den Gegner entweder direkt, schließen den Gegner bzw. öffnen ihn und bringen ihn aus dem Gleichgewicht um ihn anschließend hart zu treffen.